.. CU in ANC/AK .. oder „the big wild life“

Wir sehen uns also (CU à „see you“) in Anchorage (ANC) in Alaska (AK). Ja, und es ist so – wir sind gut angekommen, haben die ersten 2,5 Tage voller Eindrücke und Bilder in Anchorage  hinter uns und stehen heute kurz vor dem eigentlichen Start unserer Tour mit dem Aufbruch in Richtung Norden – zum Denali National Park. Aber fangen wir vorne an.

Die Tour zum Flughafen in Frankfurt verlief ohne Hindernisse und so rollten wir wie geplant ca. 2,5 Stunden vor dem Abflug auf den Parkplatz am Terminal 1. Unsere Kinder begleiteten uns und wir begannen sofort mit der großen Bastelstunde. Die Räder, die eben noch auf dem Fahrradträger standen, mussten ein ganzes Stück demontiert und dann in die Trenga Pappkartons verpackt werden, die den Innenraum des Wagens eben noch quasi vollständig ausgefüllt hatten.

IMG-20140601-WA0004

alles da ?

IMG-20140601-WA0009

Kokons

IMG-20140601-WA0011

passt das ?

Alles wurde gut gepolstert, gesichert und verpackt und nach 45 Minuten Schrauberei machten wir uns auf den Weg zum Check In.  Apropos Check In … Eigentlich eine Aufgabe für den Tag vor der Abreise – zumindest im Zeitalter des online checkin. Der allerdings funktionierte auch nach 5 Versuchen am Vortag nicht und so machten wir uns ohne Bordkarte auf den Weg nach Frankfurt.  Am Condor Schalter zeigte man sich kurzzeitig beeindruckt von der Grösse unserer Gepäckstücke und deren Form – unsere Satteltaschen samt Zelt hatten wir mit Haushalts – Frischhaltefolie und Klebeband zu zwei überdimensionalen Kokons verwandelt (.. um jeweils nur ein Gepäckstück vorweisen zu müssen), die Christo sicher hätten mit der Zunge schnalzen lassen. Bei Condor fing man sich schnell wieder und unsere Kokons wie auch unsere Radkartons wurden vom Gepäckservice in Empfang genommen. Uns eröffnete man, dass man auch hier am Check – In wegen ausgebuchter Maschine leider keine Bordkarte für uns hätte. Das würde man am gate erledigen. In dem Moment war klar: Es gibt entweder sehr miese Plätze oder sehr gute. Bevor wir das herausbekommen konnten, folgte der schwere Abschied von den Kindern. Das ganze Procedere hatte doch länger gedauert, als gedacht und so blieb nur noch Zeit für einen emotionalen Kaffee in einem der Cafes am Flughafen. Es gab schöne Abschiedsgeschenke und ein gemeinsames Abschiedsbild – ja und dann mussten wir zum gate.

Ein paar Tränen später kam für uns die gute Nachricht – ein upgrade in die nächst höhere Klasse würde uns einen angenehmen Flug bringen. Die Vorfreude war jetzt noch größer als der Abschiedsschmerz – noch aus dem Flugzeug kam unser „ready for take off“ Bild in diesen Blog.

10 Stunden später (2 Filme, 3 x Essen, viele Zeitschriften ..) landeten wir planmäßig in Alaska. Nun waren wir also da. Der Startpunkt unserer Reise. Anchorage empfing uns mit frostigen 8°, die Gipfel rundherum waren schneebedeckt.

1.1_Anchorage_0531_214234

1.1_Anchorage_0531_214227

1.1_Anchorage_0601_000317

Unsere Maschine nach der Landung

 

Als wir am Gepäckband ankamen, kreisten unsere Kokons bereits und auch die Radkartons standen am Rand des Bandes bereit. Die Einreise verlief völlig unproblematisch und wir scherzten mit dem Beamten am Flughafen. Der Zoll filzte unsere Fahrräder – inbesondere waren sie auf der Suche nach Schmutz im Profil der Reifen; Bakterien oder Mikroben vielleicht, die Al Kaida nahe stehen. Nachdem auch das erledigt war, begann in der Ankunftshalle in Anchorage der Zusammenbau der Räder. Alle Teile hatten die Reise ohne Kratzer überstanden und aus unseren Kokons schlüpften wunderbare Radtaschen.

1.1_Anchorage00591

Der Polarbär in der Ankunftshalle in Anchorage

1.1_Anchorage_0601_003559

Kurze Zeit später radelten wir entlang der sehr schönen bike trails entlang des Prince William Sound zu unserer Unterkunft. Entwurzelte Bäume entlang des trails zeugten vom schweren Sturm, der an Tag vor unserer Ankunft hier tobte. Heute war es zumindest etwas ruhiger.

Anchorage ist mit ca. 300.000 Einwohnern die größte Stadt Alaskas . Sie lebt vom Tourismus und der Erdölindustrie. Eine Perle ist Anchorage nicht – eher eine Mischung aus Cuxhafen und Detroit. Sehr amerikanisch eben und ein guter Schuss maritimes Flair. Dennoch bietet sie für ihre Größe einiges an Programm. Die Stadt liegt spektakulär zwischen Bergen und dem Meer.

20140601_155858_LLS

leider nur im Film gesehen … aurora borealis .. Nordlicht

1.1_Anchorage00689

Anchorage liegt phantastisch

1.1_Anchorage00604

so dicht kommen sie hoffentlich nie

1.1_Anchorage00647 1.1_Anchorage00651 1.1_Anchorage00654 1.1_Anchorage00655

Was die Stadt aber wirklich liebenswert macht, sind die sehr aufgeschlossenen, hilfsbereiten und liebenswerten Menschen. In der kurzen Zeit, die wir hier sind, haben wir das an vielen Stellen kennengelernt . Besonders interessant war die Begegnung mit Stacy, einer Radlerin, die seit langen Jahren in Alaska lebt, aber von den Virgin Islands kommt. Sie half uns bei der Orientierung, als wir eines Tages etwas hilflos in die Gegend schauten.  Wir trafen sie an zwei aufeinander folgenden Tagen und sie hat uns bereits (fast) eine Unterkunft in Fairbanks verschafft, Sie konnte kaum fassen, was wir vorhaben. Mit ihren Wintertrips bei -20° in den Denali Park per Fahrrad steht sie allerdings selbst ganz oben in der Liste der ungewöhnlichen Aktivitäten

1.1_Anchorage00688

Stacy

Die Zeit der Akklimatisation ist nun vorbei und wir freuen uns riesig darauf, die Stadt zu verlassen und den Sprung  in die Natur zu machen. Die nächsten 6 Tage geht es entlang des George Parks Highway zum Denali Nationalpark. Spätestens ab dem 2. Tag wird es sehr einsam – mehr als ein paar gas stations und camp grounds wird es nicht geben. Dafür aber Natur, Natur, Natur und hoffentlich ein paar klare Blicke auf den Mount McKinley. Wenn ihr Lust habt, schaut Euch doch auch schon einmal im Denali Nationalpark um – es lohnt sicht !

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s