Wie bereitet man sich darauf vor ?

Ist die Entscheidung zur Reise einmal gefallen, beginnen die Vorbereitungen. Bei uns lagen zwischen der Entscheidung und dem Startzeitpunkt ca. 4 Jahre. Das hört sich lang an, ist aber angesichts der Vorbereitungen im beruflichen und im familiären Umfeld ein nachvollziehbar Zeitraum. Unsere Vorbereitungen – und auch die Reise selbst – haben wir immer unter die Maxime gestellt, alles abzubrechen (auch im letzten Moment), wenn sich bei uns oder im unmittelbaren familiären Umfeld Ausnahmesituationen einstellen.

  • Familie

Die Familie muss mitziehen. Keine Frage. Wir sehen es für uns so, dass die familiäre Situation gerade jetzt (noch .. und wieder..) die Flexibilität lässt, die wir für eine solche Reise brauchen. Die Kinder sind halbwegs ;-) flügge und unabhängig, die Eltern noch so fit, dass intensive Betreuung nicht erforderlich ist. Dennoch ist die Trennung von allen für ein Jahr natürlich eine lange Zeit und sie liegt uns auch im Magen. Unsere Kinder werden uns unterwegs besuchen kommen und wir werden mit allen regelmäßig Skype und Telefontermine einrichten. Die Welt ist dank dieser Medien klein geworden. Und … was ist schon ein Jahr … :-) ..

  • Beruf

Die Möglichkeit, ein Jahr im Beruf zu pausieren, ist ein Geschenk. So empfinden wir das und so schätzen wir es auch. Allerdings ist es kein Geschenk, das einem auf dem Silbertablett präsentiert wird. Die stärkste Triebfeder ist jedoch der eigene Wille.“Wer etwas wirklich will, der findet Wege. Wer nicht will, der findet Gründe“ . Dieses Zitat gilt sicherlich gerade im beruflichen Bereich, wo die Hindernisse zunächst besonders hoch erscheinen. Wir haben Wege gesucht .. und gefunden. Die Vorbereitungen in diesem Bereich waren jene, die besonders langfristig zu treffen waren. Aufgrund unseres unterschiedlichen beruflichen Hintergrundes wenden Silke und und ich unterschiedliche Modelle der ‚Freistellung‘ an.

Lebensarbeitzeitkonto

Silkes Arbeitgeber – die NordLB – bietet ihren Mitarbeitern an,eine längerfristige sozialversicherungsrechtlich geschützte Freistellung aus dem Einkommen des Arbeitnehmers zu finanzieren. Heisst in der Kurzform: Lege einen Teil Deines Einkommens innerhalb des Unternehmens (steuersparend ..)  ‚auf die hohe Kante‘ und profitiere davon, indem Du z.B. früher aus dem Berufsleben ausscheidest, in Teilzeit gehst .. oder eine Zeit Pause machst, um von Alaska nach Feuerland zu radlen. Der Charme dabei liegt u.a. darin, dass Bezüge auch in der Freistellungszeit weiter gezahlt werden und das Arbeistverhältnis bestehen bleibt. Danke für diese Möglichkeit, NordLB :-) !

Sabbatical

Als Geschäftsführer und Gesellschafter einer Firma erfordert der Wunsch nach einem Jahr Auszeit das Verständnis und Entegenkommen von vielen Stellen. Mein Dank geht an die Gesellschafter der Firma, die mir dieses Abenteur ermöglichen, in ganz besonderer Weise an Ralf Westerkamp – meinen Co-Geschäftsführer –  und an die Mitarbeiter, die im Verlauf meiner Abwesenheit Aufgaben übernehmen.

  • Gesundheit/Fitness

Für die Tour muss man kein Hochleistungssportler sein. Insofern ist keine spezielle Vorbereitung erforderlich. Eine annehmbare Grundfitness und ein guter allgemeiner Gesundheitszustand sind allerdings Voraussetzung. Damit können wir beide zum Glück aufwarten – noch muss man sagen, denn gerade in dieser Hinsicht tickt natürlich eine biologische Uhr. In der Phase der Vorbereitung haben wir unser normales Sportprogramm fortgeführt, was bei Silke sicher deutlich intensiver ist, als bei mir :-) .. Aber ich werde aufholen.. Auf der Tour werden wir jeden Tag ca. 65 km im Schnitt fahren. Wir sind trainierte Radfahrer – das sollte für uns kein Problem sein.

Vor der Reise haben wir alle ‚Baustellen‘ bei Zahnarzt und ähnlichen Anlaufpunkten geklärt. Die notwendiegn Impfungen gegen Gelbfieber, Typhus, Tollwut, Hepatitis, Malaria und ähnliche Schreckgespenste sind natürlich Voraussetzung, aber auch schnell erledigt.

Für Krankheiten unterwegs – was wir nicht hoffen wollen – springt dann das örtliche Gesundheitssystem (..cross fingers..!) und die Auslandsreisekrankenversicherung ein. Wir haben uns bei der LVM versichert.

  • Haus & Hof

Wer Haus und Hof für ein Jahr zurück lässt, ist gut dran, wenn sich gute Geister finden, die ein Auge darauf werfen. Unsere Nachbarn unterstützen uns in dieser Hinsicht und wir sind sehr dankbar, dass wir das in guten Händen wissen. Alles, was auch nur ansatzweise von Wert ist, haben wir vorab ‚ausquartiert‘. Man muss ja niemanden in Versuchung bringen :-).

Das Kündigen von Zeitungsabos, die Weiterleitung der Post, die Information an die Versorger – das sind schon seltsame Erfahrungen und deutliche Vorboten, dass es bald los geht ..

  • Und sonst …

Wir waren beide im ehrenamtlichen Bereich engagiert. Auch davon galt es sich zu trennen. Und auch wenn wir es damals nicht so hoch gehängt haben, jetzt verstehen die Freunde und Bekannten aus der Volksfestgemeinschaft und dem Kirchenvorstand, was uns ‚gezogen‘ hat :-) . Aber wir kommen wieder …

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